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Spitz oder Spitze sind in aller Regel pointierte Aussagen zum Zeitgeschehen. Dies kann, muss aber nicht die Politik betreffen. Es kann auf die Gegenwart oder auch auf die Vergangenheit gemünzt sein. Spitz ist eine Aussage dann, wenn sie sticht, der betreffenden Person oder Personengruppe wehtut, spitze, wenn sie ausgezeichnet formuliert ist und im Idealfall zudem die Wahrheit abbildet. Fi/ündig, wenn der beschriebene Umstand nicht ganz offensichtlich, also erst zu ergründen ist. Und -keit lässt auf unterschiedliche menschliche Eigenheiten/-schaften schließen, wie beispielsweise Eitelkeit, Heiterkeit, Überheblichkeit oder, oder. Alles zusammengenommen eine echte Spitzfindigkeit. In unserer Kolumne ‚Spitz-findig-keit‘ zitieren wir in lockerer Folge jeweils zwei oder drei Aussagen und verschonen dabei auch nicht klassische Denkerinnen und Denker.
Um Denkanstöße zu geben, die Freude am Formulieren zu wecken – nichtzuletzt auch um dem Humor in unserer doch etwas trostloseren Zeit wieder mehr Geltung zu verschaffen. Erhöht das Wohlbefinden. Packen wir es an! Ich sage nicht, wir schaffen das. Aber wir probieren es auf jeden Fall!

Vorbemerkung
Es gibt nach Immanuel Kant auch eine falsche Spitzfindigkeit, die wir uns hier allerdings nicht zu eigen machen wollen. Wer dem dennoch nachgehen möchte – Die falsche Spitzfindigkeit der vier syllogistischen Figuren – kann dies hier gerne tun.
Heute sind wir dafür gut und entspannt angekommen im Jahr 2026. So sollte es bleiben.
1. Spitz-findig-keit
Das Feuerwerk zum Jahreswechsel wirkt noch etwas nach – eingefangen im kurzen Video. Das feine Getränk im Kelch zum Anstossen kam dabei ganz ohne Alkohol aus.

2. Spitz-findig-keit
Wie lange die guten Vorsätze tragen, beispielsweise hinsichtlich „… mehr Sport und mehr Gesundheit; nach einem Körper, der einen sicher durch die Jahre trägt …“ ist ein gänzlich anderes Kaliber. So kommentiert Tammo Blomberg, FAZ-Sportredakteur, es im Newsletter vom 2.1.2026:
„Die beste Voraussetzung, um regelmäßig zum Sport zu gehen ist nicht der eisernste Durchhaltewille oder der beste Trainingsplan: Die beste Voraussetzung ist, dass man Spaß daran hat. Für wen Sport nur Mittel zum Zweck ist, dessen Motivation schwindet im Zweifel schneller als die zusätzlichen Weihnachtskilos. Wer hingegen gern zum Sport geht; wem Freude durch die Glieder strömt, wenn er sie bewegt, der geht höchstwahrscheinlich öfter hin. Ganz ohne sich dafür widerwillig aus dem Haus quälen zu müssen.“
3. Spitz-findig-keit
Die Weihnachtspost wurde erledigt, wenngleich nicht eins zu eins, das heißt mit Karte auf Karte, sondern zur Hälfte per E-Mail einschließlich kleiner Verspätung, wobei die Post keine Schuld trifft. Begründung wie folgt: „Habe dieses Jahr mit der Versendung und Beantwortung meiner Post zu den Feiertagen zu lange herumgetrödelt – und kann Ihnen deshalb auf diesem Weg gerade noch fürs Neue Jahr alles Gute wünschen. Bleiben Sie gesund und zuversichtlich.“
Widmung
Einer Freundin und Schulkameradin gewidmet, die mit kleinen Schritten allen ihren Jahrgängern unbeirrt vorausgeht. Die Tiere liebt, Katzen ganz besonders, was sie mit ihren Fotografien auch genial auszudrücken vermag. Eine Künstlerin auch des wahren Lebens, wo sie mit Hilfe des Philosophen Wilhelm Schmid stets die Balance zu halten versucht. Während ihr Enkel ihr Ein und Alles ist, sieht sie das Treiben der Mitmenschen mitunter kritisch. Liebe Brigitte, ich wünsche Dir alles Gute fürs neue Lebensjahr, auch dass Du etliches zunehmend gelassener sehen kannst.
#PreppoKompakt
Wiedergefunden im eigenen Bücherschrank: Das Büchlein „Einfach Leben. 365 Tagesimpulse von Anselm Grün“, Herder Verlag, Freiburg im Breisgau 2012. Als Geschenk erhalten im Mai 2015, versehen mit einer sehr schönen, nahegehenden Widmung. Für den heutigen 4. Januar gibt Anselm Grün uns mit auf den Weg: „Mach die Zeit zu deinem Freund. Wenn die Zeit nicht dein Gegner ist, sondern dein Freund, dann wirst du die Zeit anders erleben.“ Stimmt, dann kann das Leben auch Spaß machen, nicht nur Qualen bereiten.



Eine Antwort
Sehr schönes Feuerwerk, das ganze gratis, und vom warmen Wohnzimmer zu betrachten – herrlich.